Waldflächenverlust im Oberwallis 2020-2024
Satellitengestützte Analyse zeigt 340 Hektaren Schutzwaldverlust im Oberwallis durch Borkenkäferbefall, verschärft durch Trockenheit, mit Auswirkungen auf den Lawinen- und Steinschlagschutz.
Herkunft
Rechtliche Zitierung
WSL. (2025). Schutzwaldrückgang im Oberwallis: Satellitenanalyse 2020-2024 (Forschungsbericht 2025-11). Abgerufen von https://opengovclimate.ch/de/evidence/forest-cover-loss-valais/
Standort
Messzeitraum
Eine WSL-Satellitenanalyse zeigt, dass zwischen 2020 und 2024 im Oberwallis 340 Hektaren ausgewiesener Schutzwald verloren gingen — ein Rückgang von 4,2 %. Hauptursache waren Ausbrüche des Europäischen Fichtenborkenkäfers (Ips typographus), deren Schwere durch aufeinanderfolgende Trockenjahre verstärkt wurde.
Wichtigste Ergebnisse
- Gesamter Schutzwaldverlust: 340 Hektaren (4,2 % der ausgewiesenen Fläche)
- Hauptursache: Borkenkäfer (Ips typographus) — 78 % der Verlustfläche
- Nebenursachen: Trockenstress (15 %), Windwurf (7 %)
- Am stärksten betroffene Höhenstufe: 1’200-1’600 m
- Betroffene Gemeinden: Visp, Stalden, Saas-Grund, Zermatt
Rechtliche Bedeutung
Gemäss WaG Art. 20 müssen die Kantone die Erhaltung des Schutzwaldes sicherstellen. WaG Art. 35 verlangt Ersatz bei Schutzwaldverlust. Der Rückgang um 4,2 % könnte ein Versäumnis bei der Aufrechterhaltung der Schutzwaldfunktionen gegen Lawinen und Steinschlag darstellen und Haftungsansprüche betroffener Gemeinden begründen.