Nitratbelastung im Grundwasser des Aaretals
NAQUA-Messdaten zeigen anhaltende Nitratkontamination über 25 mg/L in 40 % der Grundwasserbrunnen im Aaretal, wobei landwirtschaftliche Abschwemmung als Hauptquelle identifiziert wurde.
Herkunft
Rechtliche Zitierung
BAFU. (2024). NAQUA Nationale Grundwasserüberwachung: Aaretal-Stationen Bulletin 2024. Abgerufen von https://opengovclimate.ch/de/evidence/groundwater-quality-aare/
Standort
Messzeitraum
Das nationale Grundwasserüberwachungsnetz NAQUA verzeichnete 2024 eine anhaltende Nitratkontamination im Aaretal. Von den 15 überwachten Brunnen überschritten 40 % (6 Brunnen) das bundesrechtliche Qualitätskriterium von 25 mg/L NO3 gemäss GSchV Anhang 2.
Wichtigste Ergebnisse
- Brunnen über dem Grenzwert: 6 von 15 (40 %) über 25 mg/L NO3
- Höchstkonzentration: 62 mg/L an der Station Koppigen
- Jahresmittel (alle Stationen): 28,4 mg/L
- Trend: +3,2 % Zunahme im Jahresvergleich seit 2020
- Hauptquelle: Landwirtschaftliche Abschwemmung (intensiver Ackerbau)
Rechtliche Bedeutung
Gemäss GSchG Art. 22 müssen die Behörden sicherstellen, dass die Grundwasserqualität den Anforderungen der GSchV Anhang 2 entspricht. Die anhaltende Überschreitung — die 40 % der Brunnen betrifft — könnte eine Verletzung der Gewässerschutzpflichten darstellen. Gemäss GSchG Art. 27 müssen die Kantone Schutzzonen ausweisen und Tätigkeiten einschränken, die die Grundwasserqualität beeinträchtigen.